Leider sieht das direkte Umfeld vielerorts noch so aus:
Die nachfolgenden Bilder demonstrieren einige Perspektiven in denen es sich kaum lohnt die Augen zu öffnen oder gar einen Dialog aktiv mitzugestalten. Die Inhalte der Bilder sind in dieser oder ähnlichen Art in vielen vollstationären Pflegeinstitutionen zu finden. Ein derart negativ informierendes Umfeld hemmt die mögliche Entwicklung von Betroffenen sehr. Die Konsequenz ist nicht selten, dass die Augen über einen immer länger werdende Zeitraum geschlossen gehalten werden, begleitet von einer Erhöhnung des Muskeltonus mit einer einhergehenden negativen Veränderung der Körperhaltung. Eigenbewegungen werden weniger, die Bewegung insgesamt ist häufig von Schmerzen begleitet. Mobilisation mit dem nachfolgenden Transfer wird wegen des scheinbar reduzierten Wachheitszustandes immer seltener angeboten – die negative Spirale dreht sich!    
Positive Veränderungen können sich schnell einstellen
Die am schnellsten durchzuführende positive Veränderung ist das gestalten des umgebenden Lebensraum. Hierbei geht es in erster Linien nicht ums hübsch machen sondern vielmehr darum, dass es dem Gestalter gelingt den umgebenden Raum erlebenswert zu machen.
Viele Menschen mit einem hohen pflegetherapeutischen Interventionsbedarf verbringen umständehalber einen größeren Zeitraum im Bett liegend. Das optische Wahrnehmen einer „lohnenden“ Umgebung, die Registrierung positiver Informationen aus dem direkten Lebensumfeld und das wahrnehmen angepasster Veränderungen hat direkten Einfluss auf die Körperhaltung, den Muskeltonus und auf die Vigilanz. Aktive Raumverkleinerungen helfen dem Betroffenen in einem für ihn überschaubaren Bereich zu leben.
Die Bereitschaft der Betreuenden diese Zimmer zu betreten wächst.

Die Wand als Projektionsfläche. Projektion mittels Mathmos® Lampe. (Mathmos® - für die Pflege entdeckt) Farb- und Formveränderungen finden sehr langsam statt. Es bleibt Zeit die Veränderungen wahrzunehmen. 
Raumverkleinerung der einfachsten Art. Ein Moskitonetz umgibt die Liegefläche. Das Netz kann geschlossen werden und somit den Raum aktiv verkleinern.

Diese Lösung ist wesentlich komplexer. Das zusätzliche Bettgestell wurde gebaut – das Material des Stoffes ist feuerfest. Der Stoff kann von den Metallstangen geführt die Liegefläche seitlich verschließen.

Blick an die Decke. In Orientierung an die Jahreszeit wechselt das Material.

Die ovale Tischlampe wechselt selbstständig die Farbe. Nach einem Bewegungsübergang auf die rechte Seite befindet sich die Lampe im Sichtfeld.

Es wirkt verspielt. Ein Übermaß an Informationen kann unerwünscht und unproduktiv sein. In diesem Fall kann der betroffene Mensch im Bett liegend jedoch eine Rückmeldung geben.

Die Veränderungen an der weißen Wand können unterschieden und wahrgenommen werden. 
Mit Eigenleistung verändert – das Bad. Die Utensilien wurden für unter 500 € gekauft. Hier dient das Bad nicht in erster Linie der Reinigung. Die Decke des Bades wurde von der Leiterin des Pflegedienstes bemalt ein Blickfang. |